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Im Rahmen des Fachs Wirtschaft & Gesellschaft haben sich Lernende der FSWI mit Themen wie Migration, Integration, Globalisierung und Mobilität auseinandergesetzt. Entstanden sind eigenständige Projektarbeiten, die recherchiert, gestaltet und an der Projektvernissage „Megatrends im Fokus der FSWI-Lernenden“ präsentiert wurden.

Der Anlass fand als Tag der offenen Tür statt und orientierte sich im Setting an einer Messe bzw. Ausstellung. In mehreren Räumen präsentierten die Lernenden ihre Arbeiten an Projektständen, führten Kurzpräsentationen durch und kamen mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch.

Ein Event von Lernenden für die Projekte der Lernenden

Eine zentrale Idee der Projektvernissage war: Der Anlass wurde von Lernenden mitorganisiert – für die Projekte der Lernenden.

Ein Projektteam aus Lernenden übernahm wichtige Aufgaben in der Planung, Organisation und Umsetzung des Events. Dazu gehörten Koordination, Raumplanung, Kommunikation, Ablaufgestaltung und die Vorbereitung des Präsentationssettings.

Begleitet wurde das Projektteam durch ein Soundingboard, das als Sparringpartner für Ideen, Feedback und Entscheidungsfindung zur Verfügung stand. Die operative Verantwortung lag jedoch bewusst bei den Lernenden.

Damit wurde die Vernissage selbst zu einem praxisnahen Lernfeld: Die Lernenden erhielten Einblick in Projektplanung, Teamarbeit, selbstständige Organisation und Verantwortungsübernahme – Kompetenzen, die auch im Berufsalltag zentral sind.

Vielfältige Themen, eigene Zugänge

Die präsentierten Projekte wurden nach gesellschaftlichen Megatrends geclustert. Dazu gehörten unter anderem Globalisierung, Migration und Mobilität. Innerhalb dieser Themenfelder entwickelten die Lernenden eigene Fragestellungen und kreative Umsetzungen.

Ein Projekt beschäftigte sich mit der Rolle von Kitas als Orte früher Integration. Dabei wurde sichtbar, wie wichtig der Alltag in Betreuungseinrichtungen für Sprache, Zugehörigkeit und erste soziale Erfahrungen sein kann.

Eine andere Arbeit widmete sich der Geschichte der Braids und zeigte, dass Frisuren weit mehr sein können als ein äusseres Merkmal. Sie können Ausdruck von Kultur, Identität, Geschichte und persönlicher Haltung sein.

Mit der interkulturellen Zukunftsbox wurden Hoffnungen, Herausforderungen und Zukunftsvorstellungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sichtbar gemacht. Die kreative Umsetzung half, persönliche Perspektiven greifbar darzustellen.

Weitere Projekte setzten sich mit Weltmeeren als zentralen Transportwegen der Globalisierung sowie mit den Strukturen einer internationalen Comic Convention auseinander. Beide Arbeiten zeigten, wie stark globale Entwicklungen unseren Alltag prägen – ob durch Warenströme, internationale Veranstaltungen oder gemeinsame Regeln und Organisation.

Präsentieren, erklären, Feedback aufnehmen

Die Projektvernissage war offen gestaltet: Besucherinnen und Besucher konnten sich frei zwischen den Räumen bewegen, verschiedene Projektstände besuchen und Präsentationen in kurzen Slots verfolgen.

Neben Lehrpersonen und Mitarbeitenden der FSWI waren auch externe Gäste, Eltern, Personen aus dem LinkedIn-Netzwerk sowie Vertreterinnen und Vertreter von Praktikumsbetrieben eingeladen. Dadurch entstand ein Austausch zwischen Schule, Praxis und persönlichem Umfeld der Lernenden.

Für die Lernenden bedeutete dies, ihre Projekte nicht nur im Unterricht zu zeigen, sondern einem breiteren Publikum zu erklären. Sie mussten ihre Gedanken strukturieren, Fragen beantworten und Rückmeldungen aufnehmen.

Gerade dieser öffentliche Rahmen macht Projektarbeit besonders wertvoll: Lernen wird sichtbar, diskutierbar und anschlussfähig.

Silvia Kljavic - Dozentin KV Ausbildung an der FSWI

Silvia Klajivic – Dozentin in der KV Ausbildung an der FSWI

Es hat grosse Freude gemacht, diesen Anlass zusammen mit den Lernenden zu organisieren und durchzuführen. Durch die direkte Einbindung haben sie viel über Projektarbeit, Eventorganisation, Planung und Präsentation gelernt was für ihre zukünftigen Einsatz in unseren Praktikumsbetrieben sehr wertvoll ist. …

Projektlernen als Teil der KV-Ausbildung

Die Projektarbeit war in den Unterricht im Fach Wirtschaft & Gesellschaft eingebettet. Bereits am Vormittag wurden die Projektstände aufgebaut und eine strukturierte Peer-Feedback-Phase durchgeführt. Am Nachmittag folgte die öffentliche Vernissage mit Präsentationen, Austausch und abschliessendem Apéro.

Damit verband der Anlass mehrere Lernziele: fachliche Auseinandersetzung, Feedback- und Reflexionskompetenz, Präsentationsfähigkeit, Kommunikation und Praxisbezug.

Gerade im KV EFZ sind solche Formate wichtig. Sie zeigen, dass kaufmännische Bildung nicht nur aus Theorie besteht, sondern auch aus Anwendung, Organisation, Kommunikation und eigenständigem Denken.

Was bleibt

Die Projektvernissage zeigte eindrücklich, wie gesellschaftliche Megatrends im Unterricht konkret werden können. Migration, Integration, Globalisierung und Mobilität blieben nicht abstrakte Begriffe, sondern wurden durch eigene Zugänge, persönliche Perspektiven und kreative Umsetzungen greifbar.

Gleichzeitig wurde sichtbar, was passiert, wenn Lernende Verantwortung übernehmen: für ihre Themen, ihre Präsentationen und teilweise auch für die Organisation des gesamten Anlasses.

Wir danken allen Lernenden für ihr Engagement, ihre Offenheit und die sorgfältige Auseinandersetzung mit ihren Projekten. Ebenso danken wir den beteiligten Lehrpersonen und dem Soundingboard für die Begleitung.

Möchtest du mehr über das schulische KV EFZ an der FSWI erfahren?
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